Ursachen & Risikofaktoren

Akne wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Die Folgenden Abschnitte geben einen Überblick über die wichtigsten dieser Faktoren. Diese sind:

  • Hormone
  • Veranlagung
  • Schmutz
  • Falsche Pflege
  • Falsche Ernährung
  • Alkohol-Genuss
  • Rauchen/ Nikotin-Genuss
  • Stress
  • Allergien/ Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Kaffe und Tee
  • Sonne
  • Sport

Dazu, wie groß der Einfluss der einzelnen Faktoren ist, lässt sich keine pauschale Aussage treffen. So gibt es einige Faktoren, z.B. Ernährung, die bei machen Betroffenen eine starke Auswirkung auf den Verlauf der Akne haben, bei anderer aber überhaupt keinen Einfluss zeigen.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, deren Einfluss auf die Akne als wissenschaftlich belegt gilt (z.B. Hormone, Veranlagung, Schmutz/ Bakterien, Falsche Pflege). Für eine andere Reihe von Faktoren gibt es zwar (noch) keine wissenschaftlichen Belege, die die Auswirkung auf den Verlauf der Akne zweifelsfrei belegen – es gibt jedoch eine Vielzahl glaubhafter Erfahrungsberichte, die einen Zusammenhang nahelegen. Hierzu zählen vor allem die Faktoren Ernährung, Alkohol, Stress und Allergien.

1. Hormone

Bei der Entstehung der Akne spielen Hormone (auch: Botenstoffe) zweifelsfrei die wichtigste Rolle. Dies erklärt auch, warum Akne üblicherweise in der Pubertät auftritt. Dies ist nämlich der Zeitraum, in dem eine grundlegende Veränderung des Hormonhaushalts stattfindet. Bei Frauen tritt Akne, auch im späteren Jahren, häufig im Zusammenhang mit dem Zyklus der Periode auf. Auch hier spielen Schwankungen des Hormonhaushalts die maßgebliche Rolle.

Hormone werden vom Körper in speziellen Zellen produziert und dann in den Körperkreislauf abgegeben. Über diesen Kreislauf gelangen die Botenstoffe dann zu ihren Zielorganen (z.B. der Haut). Die Zielorgane führen dann eine bestimmte, durch die Botenstoffe „beauftragte“ Funktion aus.

Für die Entstehung der Akne, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, spielen männliche Geschlechtshormone, genannt Androgene, eine zentrale Rolle. Die Produktion von Androgenen erfolgt bei Männern in den Hoden, bei Frauen in den Eierstöcken und, bei Männern und Frauen, in den Nebennieren.

Neben einer Vielzahl weiterer Aufgaben, regen Androgene die Haut zur verstärkten Produktion von Talg an. Die Überproduktion von Tag ist, neben der Verstopfung der Poren und Besiedelung durch Bakterien, eine der Hauptursachen für Akne.

Grundsätzlich ist es nicht möglich bzw. nicht ratsam eine bewusste Veränderung des Hormonhaushalts vorzunehmen, um hierdurch die Akne zu bekämpfen. Schließlich erfüllen Hormone gleichzeitig andere wichtige Funktionen im Körper, sodass ein Eingriff in den Hormonhaushalt massive Folgen haben kann.

Eine Ausnahme hierzu ist die Einnahme der Antibaby-Pille bei Frauen. Die Antibabypille bewirkt, neben der Empfängnisverhütung, dass der Androgen-Spiegel gesenkt bzw. die Wirkung des Androgens auf die Haut reduziert wird. Somit kann der Überproduktion von Talg und der damit verbundenen Entstehung der Akne wirksam entgegengewirkt werden. Allerdings kann auch die Antibaby-Pille zu Nebenwirkungen führen, weshalb eine Verschreibung nur durch einen (Frauen-)Arzt nach entsprechender Aufklärung erfolgen kann.

2. Veranlagung

Auch der Veranlagung (auch: genetische Disposition) kommt bei der Entstehung von Akne eine zentrale Rolle zu. So lässt sich beobachten, dass die Tendenz zur Akne in manchen Familien ausgeprägter ist als in anderen.

Zwar können Betroffene nichts an einer ggf. bestehenden Veranlagung zur Akne ändern. Das Wissen hierüber kann aber dazu genutzt werden, schon früh wirksame Maßnahmen gegen die Entstehung oder Verschlimmerung der Akne zu ergreifen. Hierzu zählen vor allem eine konsequente Hautpflege und die frühzeitige Kontaktierung eines Hautarztes beim Auftreten der Akne.

3. Schmutz

Die Entstehung von Akne ist grundsätzlich kein Hygiene-Problem, sondern vor allem durch Hormone, Veranlagung und andere Faktoren beeinflusst. Dennoch kann Schmutz auf der Haut eine Akne begünstigen bzw. diese verschlimmern.

Eine wesentliche Ursache für Akne ist, neben der Überproduktion von Talg und der Besiedelung von Bakterien, nämlich die Verstopfung der Poren. Eine Verschmutzung der Haut kann zu dieser Verstopfung maßgeblich beitragen.

Als Schmutz kann hierbei alles angesehen werden, was die Poren der Haut verstopft. Hierzu zählen insbesondere:

  • Staub, z.B. wenn man im Freien Sport treibt
  • Fette/ Öle
  • Klebende Substanzen, z.B. Haargel oder Haarspray, das beim Styling oder im Verlauf des Tages auf die Gesichtshaut, vor allem Stirn, gelangt

4. Falsche Pflege

Für Akne-Patienten ist eine konsequente Pflege der Haut mit geeigneten Produkten extrem wichtig. Jedoch kann eine falsche Hautpflege eine bestehende Akne sogar verschlimmern.

Eine der Hauptursachen von Akne ist die Überproduktion von Talg (neben der Verstopfung von Poren und der Besiedelung von Bakterien). Zur Entfernung des übermäßigen Talgs wird geraten, das Gesicht 1- bis 2-mal täglich mit einer milden Waschlotion zu reinigen.

Viele Betroffene machen aber den Fehler, dass sie ihr Gesicht zu häufig waschen oder zu aggressive Reinigungsmittel verwenden. Hierdurch wird der Haut wichtige Feuchtigkeit entzogen. Die Haut registriert dies und versucht dagegen anzuarbeiten, indem sie noch mehr Talg produziert.

Zudem führt übermäßiges Waschen dazu, dass Säureschutzmantel und Hautflora beschädigt werden. Dies ist geschieht vor allem durch Seifen, die das saure Umfeld der Haut zerstören. Da der Säureschutz eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Bakterien spielt, macht seine Beschädigung die Haut anfälliger für eine Besiedelung mit Bakterien, eine weitere wesentliche Ursache für Akne.

5. Falsche Ernährung

Das Thema Ernährung ist wohl einer der am häufigsten und am kontroversesten diskutierten Faktoren bei der Entstehung von Akne. Das Internet ist voll von Theorien, welche Nahrungsmittel eine Akne angeblich begünstigen oder bekämpfen sollen. Neben den Theorien und Diskussionen zu Lebensmitteln, gibt es auch eine Vielzahl von Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln, die ihre Produkte mit immer neuen Heilsversprechen anpreisen. Daher sollte man stets vorsichtig sein und Informationen sehr kritisch gegenprüfen.

Festzuhalten ist aber: Eine gesunde, ballaststoffreiche und vor allem ausgeglichene Ernährung mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahmen ist extrem wichtig für die Gesundheit unseres Körpers. Es liegt daher nahe, dass diese (zumindest bei machen Personen) auch eine Auswirkung auf das Erscheinungsbild der Haut haben kann. Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, und keine anderen Vorerkrankungen hat, sollte aber auch ohne Nahrungsergänzungsmittel bestens auskommen.

Es gibt einige Nahrungsmittel, die im Verdacht stehen, zumindest bei manchen Personen die Entstehung von Akne zu begünstigen. Nahrungsmittel, die typischerweise im Verdacht stehen Akne auszulösen oder zu begünstigen sind:

  • Milch und Milchprodukte
  • Kohlenhydrate und Zucker
  • Schokolade
  • Fettige Speisen

Milch und Milchprodukte: Milch enthält bestimmte Eiweiße und Hormone die im Verdacht stehen die Produktion männlicher Geschlechtshormone (Androgene) zu erhöhen, was wiederum zu einer verstärkten Produktion von Talg führt. Siehe hierzu auch Abschnitt 1. Hormone.

Kohlenhydrate und Zucker: Kohlenhydrate (z.B. weißes Mehl in Nudeln) und Zucker sind wichtige Energielieferanten. Sie werden vom Körper sehr schnell aufgenommen und sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel sehr stark schwankt. Man spricht hierbei auch von „glykämischer Last“. Je höher die glykämische Last eines Nahrungsmittels ist, desto stärker ist dessen Auswirkung auf den Blutzucker-Spiegel. Durch die Schwankungen des Blutzuckerspiegels kommt es ebenfalls zu einer vermehrten Produktion von Hormonen.

Schokolade: Schokolade wird ebenfalls häufig als Auslöser von Akne genannt. Da Milch und Zucker zwei Hauptbestandteile von Schokolade sind, erscheint dies durchaus plausibel.

Fettige Speisen: Häufig wird behauptet, dass auch fettige Speisen grundsätzlich zur Entstehung einer Akne beitragen. Hierfür gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Beweise. Die Theorie, dass fettige Speisen zu fettiger Haut führen scheint zumindest ein Mythos zu sein.

6. Alkohol-Genuss

Alkohol steht ebenfalls im Verdacht, Akne auszulösen oder zu verschlimmern. Aus Sicht des Körpers ist Alkohol ein Giftstoff, der schnellstmöglich abgebaut werden muss. Dies geschieht vor allem über die Leber, kleinere Mengen werden auch über den Atem, die Haut und den Urin ausgeschieden.

Alkohol hat zum Teil erhebliche Auswirkungen auf den Körper, z.B. Nervensystem, Stoffwechsel und Hormonhaushalt. Darum liegt es nahe, dass der Genuss von Alkohol auch negative Auswirkungen auf unser größtes Organ, die Haut, haben kann.

Eine Folge des Alkoholgenusses ist, dass dem Körper Feuchtigkeit und wichtige Mineralstoffe entzogen werden. Dies führt unter anderem zu einer Austrocknung der Haut. Die Haut reagiert auf diese Austrocknung mit einer Überproduktion an Talg, was wiederum die Entstehung von Akne begünstigen kann.

7. Rauchen/ Nikotin-Genuss

Laut Studien des Deutschen Krebsforschungszentrum leiden 40% der Raucher unter Akne. Unter Nichtrauchern liegt die Zahl nur bei 25%.

Die Ursache hierfür liegt vermutlich in der Wirkung, die das Rauchen auf die Haut hat. Durch die Verbrennung des Tabaks entsteht das Gas Kohlenmonoxid. Dieses führt unter anderem dazu, dass die Haut schlechter durchblutet wird. Dies ist auch der Grund warum manche Personen nach dem Rauchen eine blasse/ fahle Gesichtsfarbe haben.

Die verringerte Durchblutung führt dazu, dass wichtige Nährstoffe nicht mehr ordnungsgemäß transportiert werden können. Durch den Mangel an Nährstoffen ist die Haut weniger widerstandsfähig, sodass sie eine Besiedelung durch Bakterien, eine der Hauptursachen der Akne, nicht mehr angemessen abwehren kann.

8. Stress

Stress wird häufig als Ursache für das Auftreten oder die Verschlimmerung von Akne genannt. Allerdings gibt es bisher keine Studien, die diesen Zusammenhang eindeutig beweisen. Zwar berichten viele Betroffenen, dass sie in Stress-Phasen auch häufig unter Akne leiden, jedoch ist nicht ganz klar, ob Stress an sich wirklich die Ursache ist. Es gibt auch alternative Erklärungen.

Eine Erklärung ist, dass Stress vor allem in Phasen auftritt, in denen der Körper hormonelle Umstellungen durchläuft, z.B. bei Frauen kurz vor der Periode. Die hormonelle Umstellung ist es auch, die dabei zu einer Verschlechterung der Haut führt.

Eine andere Erklärung ist, dass Stress dazu führt, dass Personen Verhaltensmuster entwickeln, die Akne erzeugen oder verschlimmern können. Diese sind unter anderem:

  • Vernachlässigung der Hautpflege
  • Verschlechterung der Ernährung und vermehrte Aufnahme von Fast Food
  • Verstärktes Rauchen
  • Vernachlässigung von Sport
  • Vermehrtes Skin-Picking, sowohl bewusst als auch unbewusst
  • Verringerter oder unruhiger Schlaf

9. Allergien/ Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Bei einer Allergie reagiert der Körper auf einen eigentlich harmlosen Stoff, z.B. einen Bestandteil der Nahrung, als ob es sich dabei um einen schädlichen Fremdkörper handelt. Ein bekanntes Beispiel ist der Heuschnupfen, bei dem der Körper auf bestimmte Pollen, z.B. Gräser, mit Schnupfen-artigen Symptomen (über-)reagiert.

Bei einer Allergie bildet der Körper sogenannte Antikörper im Blut, die sich auch in Tests nachweisen lassen. Diese Antikörper dienen dazu, die fälschlicherweise als schädlich angesehenen Stoffe zu neutralisieren. Allergische Reaktionen gehen häufig einher mit entzündlichen Nebenerscheinungen bei Haut und Schleimhäuten. Hierzu zählen vor allem Rötung, Schwellung und Juckreiz. Solche Allergien können auch gegen Lebensmittel existieren.

Neben den Allergien gibt es auch sogenannte Nahrungsmittel-unverträglichkeiten (auch: Intoleranzen). Die Symptome einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sind ähnlich wie die einer Allergie. Jedoch sind sie in Tests schwerer nachzuweisen, da der Körper hierbei keine Antikörper produziert.

Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten können unter anderem auch Akne-artige Symptome hervorrufen. Oftmals treten diese dann in starken Schüben und in unregelmäßigen Abständen auf.

Häufig treten entzündlichen Erscheinungen zusammen mit anderen Symptomen auf, z.B. Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Müdigkeit nach dem Verzehr bestimmter Speisen. Leidet man nur unter Akne, hat aber ansonsten keine (Verdauungs-)Schwierigkeiten beim Verzehr von Lebensmitteln, so handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Allergie/ Lebensmittelunverträglichkeit.

10. Kaffee und Tee

Kaffee und grüner und schwarzer Tee enthalten eine Gruppe von Stoffen, genannt Koffein und Tein, die im Körper wie ein Wachmacher fungieren. Diese Wachmacher-Wirkung ist zweifellos einer der Gründe, warum diese Art von Heißgetränken so beliebt ist.

Die Frage, ob diese Getränke, vor allem Kaffee, für eine Entstehung oder Verschlimmerung der Akne verantwortlich sein können, wird kontrovers diskutiert. Die Antwort der Frage wird dadurch erschwert, dass es sich bei Kaffee/ Tee um ein natürliches Produkt handelt, das hunderte unterschiedlicher Stoffe enthält. Koffein/ Tein ist nur einer davon.

Befürworter von Kaffee (und auch Tee) führen an, dass dieser u.a. Stoffe enthält die entzündungshemmend wirken können, was grundsätzlich zu einer besseren Heilung entzündlicher Pickel und Pusteln beitragen kann. Zudem hilft Kaffee dabei, Schwankungen des Blutzucker-Spiegels zu reduzieren, was ebenfalls eine positive Auswirkung hat.

Laut den Kritikern von Kaffee gibt es jedoch eine Reihe von Eigenschaften, die sich negativ auf die Haut auswirken können. Diese sind:

  • Beeinträchtigung der Verdauung
  • Erhöhung von Stress
  • Einnahme mit Zucker und Milch
  • Ausschüttung männlicher Geschlechtshormone

Beeinträchtigung der Verdauung: Studien zeigen, dass sich der Konsum von Kaffee nachteilig auf die Verdauung auswirken kann. Trinkt man Kaffee unmittelbar vor oder nach einer Mahlzeit, so kann dieser die Aufnahme wichtiger Mineralien hemmen (z.B. Zink, Selen und Eisen). Zudem kann das Gleichgewicht des Darms, die sogenannte Darmflora, durch die im Kaffee enthaltene Säure ebenfalls beeinträchtigt werden. Auch dies kann zu einer verschlechterten Aufnahme von Mineralien und Nährstoffen führen. Ein hierdurch kann theoretisch ein Mangel entstehen, der sich auch negativ auf die Akne auswirkt.

Erhöhung von Stress: Kaffee ist ein beliebter Wachmacher. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass Kaffee auch das Stress-Level des Körpers erhöht. Stress bzw. die mit diesem einhergehenden Verhaltensmuster, können die Akne negativ beeinflussen. Siehe hierzu auch Abschnitt 8. Stress.

Einnahme mit Zucker und Milch: Kaffee wird häufig mit, zum Teil erheblichen Mengen, Zucker und Milch getrunken (z.B. Latte Macchiato). Viele Leute essen dabei zusätzlich noch Süßigkeiten (z.B. Kuchen). Zucker und Milch können ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Akne haben.

Ausschüttung männlicher Geschlechtshormone: Der Genuss von Kaffee führt auch zur Ausschüttung männlicher Geschlechtshormone, was wiederum zu einer Überproduktion von Talg führen kann. Die Überproduktion von Talg gilt als eine der Hauptursachen für Akne.

Wie stark die Auswirkungen der oben genannten Effekte auf die Akne sind, lässt sich aber nicht eindeutig sagen und ist auch stark von der persönlichen Veranlagung abhängig.

Für Betroffene kann es aber sinnvoll sein, für einige Wochen auf den Genuss von Kaffee (und grünen bzw. schwarzen Tee) zu verzichten und zu beobachten, ob sich eine Verbesserung der Akne einstellt. Sicherlich ist der Verzicht hierbei nicht ganz einfach. Eine Option kann sein, auf andere Heißgetränke (z.B. Kräutertees) umzusteigen.

11. Sonne

Die Frage, ob Sonne bzw. die im Sonnenlicht enthalte Ultraviolette-Strahlung (UV-A und UV-B) einen positiven Einfluss auf die Haut hat, wird kontrovers diskutiert.

Laut den Befürwortern hilft die UV-Strahlung, Entzündungen der Haut zu bekämpfen und diese „auszutrocknen“. Grund hierfür ist vor allem, dass es die Produktion von Vitamin D unterstützt, welches wiederum wichtig für die körpereigene Immunabwehr ist. Zudem berichten von Akne betroffene Personen, dass ihre Haut nach dem Sonnenbad oft weniger entzündet erscheint.

Studien zeigen jedoch, dass übermäßige Sonneneinstrahlung, zumindest mittel und langfristig, einen negativen Einfluss auf die Haut und damit auch auf die Entwicklung der Akne hat. Die scheinbare optische Verbesserung des Hautzustands nach dem Sonnenbad kommt nur daher, dass die entzündlich-geröteten Stellen durch eine allgemeine Rötung bzw. Bräunung der Haut kaschiert werden und schwerer zu erkennen sind.

Dass die UV-Strahlung der Sonne der Haut erheblichen Schaden zufügen kann, ist vor allem beim klassischen Sonnenbrand gut erkennbar. Aber auch bei kürzeren Aufenthalten in der Sonne kann Haut geschädigt werden. So führt die UV-Strahlung zu einer Austrocknung der Haut, worauf der Körper mit einer verstärkten Talg-Produktion reagiert. Zudem kommt es zu einer Verdickung der obersten Hautschicht, der sogenannten Hornschicht, was wiederum das Risiko einer Verstopfung der Poren erhöht.

Darum sollten Akne-Patienten darauf achten, ausgiebige Sonnenbäder entweder zu vermeiden oder die Haut mit einer entsprechenden, nicht-komedogenen Sonnencreme zu schützen.

12. Sport

Dass Sport einen positiven Einfluss auf die Gesundheit unseres Körpers hat, ist zweifelsfrei erwiesen. Auch auf die Haut hat Sport zahlreiche positive Effekte. Hierzu zählt:

  • Verbesserung der Durchblutung der Haut
  • Reduktion von Stress
  • Reinigung der Haut durch Schwitzen

Verbesserung der Durchblutung der Haut: Wer Sport treibt, bringt seinen Kreislauf in Schwung und verbessert dadurch auch die Durchblutung der Haut. Dies erkennt man vor allem an der rosigen Gesichtsfarbe, die man beim Sport bekommt. Die Haut wird hierdurch auch besser mit Nährstoffen versorgt, sodass sie widerstandsfähiger wird und Entzündungen besser bekämpfen kann.

Reduktion von Stress: Sport hilft dabei, Stress abzubauen. Da Stress ebenfalls für die Entstehung bzw. Verschlimmerung der Akne verantwortlich sein kann (siehe hierzu auch Abschnitt 8. Stress) kann regelmäßiger Sport, d.h. mindestens 2-mal wöchentlich für mindestens 45 Minuten, dabei helfen, das Erscheinungsbild der Haut zu verbessern. Dies gilt besonders für Personen, die sich im (Arbeits-)Alltag wenig bewegen.

Reinigung der Haut durch Schwitzen: Wer Sport treibt, kommt ins Schwitzen. Die Schweißdrüsen, die sich ebenfalls überall auf der Haut befinden, produzieren dabei den Schweiß, der dann an die Hautoberfläche gelangt. Hierbei öffnen sich auch die Poren und überschüssiger Talg und Schmutz werden an die Hautoberfläche geschwemmt. Somit hilft das Schwitzen dabei, die Haut zu reinigen. Um diesen Talg und Schmutz vollständig von der Haut zu entfernen und zu verhindern, dass dieser wieder „antrocknet“, sollte man aber unmittelbar nach dem Sport duschen oder zumindest das Gesicht mit einer milden Waschlotion waschen.